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Samstag, 15. August 2026
Nielsen Media Research: Werbemarkt bei den Kundenmagazinen wächst um 9,4 Prozent
Laut der aktuellen Statistik von Nielsen Media Research, Hamburg, betrugen die Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen Medien für die ersten drei Monate des Jahres 2006 rund 4,5 Milliarden Euro. Dieses entspricht im Vorjahresvergleich einer Steigerung von knapp 184 Millionen Euro beziehungsweise 4,2 Prozent. Ludger Wibbelt, Nielsen Media Research-Geschäftsführer, zur Entwicklung: „Der deutsche Bruttowerbemarkt zeigt weiterhin solides Wachstum, wobei sich das Wachstum auf ähnlichem Niveau wie im ersten Quartal 2005 bewegt. Der Januar zeigte mit 6,6 Prozent Zuwachs ein stärkeres Wachstum als die anderen Monate des ersten Quartals."
Werbeinvestoren im 1. Quartal 2006
Die Telekommunikationsbranche verzeichnet mit einem Plus von 41,7 Prozent beziehungsweise 51 Millionen Euro auf knapp 173 Millionen Euro ein sehr dynamisches Wachstum. Herausragend sind hier die Investitionen der Anbieter E-Plus und T-Mobile, die den Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche als Reaktion auf die verstärkte Nachfrage der Verbraucher nach günstigen Tarifen, unter anderem für die Handynutzung in den eigenen vier Wänden, weiter vorantreiben.
Ebenfalls mit einem deutlichen Zuwachs von 28,1 Prozent beziehungsweise 37 Millionen Euro wächst die Pharmazie Publikumswerbung. Das lang anhaltende schlechte Wetter im ersten Quartal 2006 hat insbesondere die Werbeschaltungen für Husten- und Erkältungsmitteln, Schmerzmitteln sowie Mineralverbindungen begünstigt.
Daneben ist auch ein starkes Wachstum der Werbeinvestitionen der Medien zu verzeichnen, die ihre Werbeträger vermehrt selbst nutzten, um neue Einnahmequellen und Zusatzgeschäfte zu bewerben. Ihre Werbeinvestitionen steigerten sich um mehr als 100 Millionen Euro mit 16,6 Prozent auf 720 Millionen Euro.
Fußball-Fieber beeinflusst positiv die Werbeinvestitionen
Die Entwicklung des Brutto-Werbemarktes wird darüber hinaus durch das steigende Fußball-Fieber positiv beeinflusst. Werbungtreibende in Deutschland greifen im WM-Jahr 2006 große Themen rund um den Fußball auf. Insbesondere die offiziellen nationalen Partner und Förderer nutzen diese Gelegenheit, um neue Produkte anlässlich der FIFA WM 2006[TM], wie zum Beispiel die Fußballrente 11 PLUS X der Hamburg Mannheimer oder die Weltmeister Bahncard der Deutschen Bahn, mit massiven Werbeschaltungen zu promoten. Unter den Top-10-Unternehmen, die am stärksten im Umfeld der WM im ersten Quartal 2006 warben, ist es nur die Fastfood-Kette McDonald's, die ihre Werbeinvestitionen insgesamt zum Vorjahresquartal reduzierte. Die restlichen neun Unternehmen haben ihre gesamten Werbeinvestitionen in den ersten drei Monaten des Jahres zum Teil deutlich erhöht, wobei drei Unternehmen nicht zu der Gruppe der nationalen Partner und Förderer der FIFA WM 2006[TM] gehören.
Kundenmagazin legen 9,4 Prozent zu
Die Bruttowerbeinvestitionen verteilten sich auf die einzelnen Mediengattungen dabei wie folgt: Die Fernsehwirtschaft verbuchte mit 1,8 Milliarden Euro erneut die höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien. Dies entspricht einem Wachstum von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um 6,4 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der Nielsen Media Research Statistik nicht einbezogen werden. Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von knapp 950 Millionen Euro eine Steigerung von 9,0 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2005. Davon entfallen auf die Kundenmagazine über 25,2 Millionen Werbeeinnahmen, so dass diese Gattung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 9,4 Prozent verzeichnet.
Das Medium Radio konnte Werbeaufwendungen in Höhe von rund 281 Millionen Euro erwirtschaften und somit eine leichte Steigerung von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal erzielen. Die Werbeeinnahmen von Plakat steigerten sich um 9,2 Prozent auf knapp 139 Millionen Euro. Fachzeitschriften konnten einen Anstieg von 4,2 Prozent auf ca. 117 Millionen Euro verzeichnen.
(bmw) 20.04.2006 | ![]() |












