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Gen Z hebt sich beim Konsumklima von älteren Generationen ab
Die Gen Z liegt im September 2026 klar vor den Babyboomern - © Vitaly Gariev auf Unsplash
Beim Konsumklima in Deutschland zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. Für September 2026 erreicht die Gen Z einen Wert von plus 6,3 Punkten, bei den Babyboomern sind es minus 46,1 Punkte. Damit liegen 52,4 Punkte zwischen den beiden Altersgruppen. Das geht aus einer soziodemografischen Auswertung des „NIM Konsumklimas powered by GfK“ des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM) hervor.
Insgesamt hat sich die Verbraucherstimmung für September verbessert. Der Konsumklimaindikator stieg gegenüber dem Vormonat um 2,8 Punkte auf minus 26,6 Punkte. Nach Angaben des NIM haben sich die Unterschiede zwischen den Generationen bereits während der Corona-Krise vergrößert und während der Hochinflationsphase 2022 und 2023 weiter verstärkt. Seitdem fällt die Konsumstimmung der jüngeren Generationen tendenziell besser aus als die der älteren.
Bei der Gen Z, zu der das NIM die Jahrgänge 1997 bis 2012 zählt, erhöhte sich der Konsumklimaindikator gegenüber dem Vormonat um 9,7 Punkte. Mit plus 6,3 Punkten liegt er leicht über der Nulllinie. Als Gründe nennt das Institut gestiegene Einkommenserwartungen und eine höhere Anschaffungsneigung.
Die Konsumstimmung der Generationen entwickelt sich seit 2019 zunehmend unterschiedlich - © NIM
Bei den Babyboomern der Jahrgänge 1946 bis 1964 liegt der Indikator dagegen bei minus 46,1 Punkten. Noch stärker fällt die Veränderung gegenüber dem Vormonat bei der Generation X aus. Für die Jahrgänge 1965 bis 1980 stieg der Konsumklimaindikator um 11,9 Punkte. Trotz des Zuwachses bleibt der Wert im negativen Bereich. Zur Entwicklung trägt laut NIM vor allem eine nachlassende Sparneigung bei.
Als mögliche Erklärung für die Unterschiede zwischen den Generationen verweist das Institut auf die aktuellen Debatten über Reformen bei Gesundheit, Rente und Einkommensteuer. Diese könnten die Altersgruppen unterschiedlich betreffen und sich damit auch auf ihre wirtschaftlichen Erwartungen auswirken.
Grundlage der Analyse sind rund 2.000 Verbraucherinterviews, die zwischen dem 31. Juli und 10. August 2026 im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt wurden. Das „NIM Konsumklima powered by GfK“ bezieht sich auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel steht dabei, abhängig von der Abgrenzung, für rund 35 Prozent der privaten Konsumausgaben.
(bmw) 21.09.2026














