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Freitag, 14. August 2026

CSRD: Nachhaltigkeitsberichte entwickeln sich zum Instrument strategischer Kommunikation

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Kirchhoff Consult legt eine Analyse zur zweite CSRD-Berichtssaison vor – Foto: Screenshot / Kirchhoff Consult

Für Agenturen, die Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte entwickeln, zeichnet sich in der zweiten CSRD-Berichtssaison ein klarer Trend ab: Unternehmen richten ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung zunehmend nicht mehr ausschließlich an regulatorischen Anforderungen aus, sondern legen größeren Wert auf Struktur, Verständlichkeit und die Bedürfnisse ihrer Stakeholder. Der Nachhaltigkeitsbericht entwickelt sich damit Schritt für Schritt vom Pflichtdokument zu einem strategischen Kommunikationsinstrument. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Kirchhoff Consult, die 202 testierte Nachhaltigkeitsberichte aus 21 Ländern untersucht hat.

Statt möglichst viele Informationen abzubilden, setzen Unternehmen zunehmend auf eine klarere Priorisierung. So bleibt die Zahl der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant, während die Zahl der sogenannten IROs (Impacts, Risks and Opportunities) im Durchschnitt zurückgeht. Das deutet, so die Forscher, auf eine präzisere Wesentlichkeitsanalyse und eine realistischere Bewertung der berichteten Auswirkungen, Risiken und Chancen hin.

Parallel dazu entstehen erste Best Practices für den Aufbau der Berichte. Immer mehr Unternehmen stellen ihrem Sustainability Statement eine kompakte Zusammenfassung mit den wichtigsten Kennzahlen und Kernaussagen voran. Auch die Gliederung orientiert sich stärker an den wesentlichen Themen, während wiederkehrende Inhalte wie Richtlinien oder Governance-Informationen gebündelt werden.

„Die zweite Berichtssaison zeigt, dass Unternehmen die CSRD nicht mehr nur als Compliance-Pflicht begreifen, sondern zunehmend als strategisches Kommunikationsinstrument. Offenbar stellen sich immer mehr Unternehmen die Frage, für wen die gesammelten Informationen eigentlich relevant sind und wie der Bericht entsprechend adressatengerecht gestaltet werden kann", sagt Julian von Pressentin, Director ESG/Sustainability bei Kirchhoff Consult.

Auch beim Umfang zeichnet sich eine Konsolidierung ab. Zwar sind die Berichte im Durchschnitt leicht länger geworden, gleichzeitig haben viele Unternehmen ihre Dokumente gestrafft oder zumindest auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Auffällig bleiben nationale Unterschiede: Deutsche Unternehmen berichten nach wie vor etwas ausführlicher als der europäische Durchschnitt, während nordeuropäische Unternehmen häufiger auf kompakte Formate setzen. Zum Whitepaper…


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(bmw) 29.06.2026


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