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Freitag, 14. August 2026
Studie: Interkulturelle Kommunikation fördert Unternehmenserfolg

96 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass interkulturelle Handlungskompetenzen wichtig bis sehr wichtig sind für den Unternehmenserfolg – Foto: Allison
Das internationale Marktforschungsunternehmen Onepoll mit Sitz in London, Teil der britischen Nachrichtenagentur SWNS Mediagroup, hat sich dem Thema interkulturelle Kommunikation gewidmet. In einer aktuellen Studie für die international tätige Marketing- und Kommunikationsberatung Allison mit deutschem Büro in München beleuchten die Forscher wie Marketing- und Kommunikationsprofis interkulturelle Kommunikation einschätzen, und welche Probleme auftreten, wenn verschiedene Kulturen aufeinandertreffen.
An der Studie nahmen Kommunikationsexperten aus mehr als 400 deutschen Unternehmen teil, die Handelsbeziehungen ins Ausland pflegen oder dort eigene Standorte unterhalten. Fast einstimmig sind 96 Prozent der Befragten der Meinung, dass interkulturelle Handlungskompetenzen wichtig bis sehr wichtig für den Unternehmenserfolg sind. Gleichermaßen finden drei Viertel (75 Prozent) der Studienteilnehmer die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene herausfordernd. Zugleich sind sich 89 Prozent der Teilnehmer bewusst, dass interkulturelle Kommunikation im internationalen Kontext nicht einfach so passiert, sondern besonderer Sorgfalt und Überlegungen bedarf. Das Bewusstsein für die Komplexität dieses Themas, so die Macher der Studie, sei in deutschen Unternehmen also meist vorhanden. 77 Prozent der Befragten sich dessen bewusst sind, dass die eigenen kulturellen Normen das individuelle Handeln beeinflussen.
Die Herausforderungen in der interkulturellen Kommunikation seien vielfältig. Sie reichen von sprachlichen und inhaltlichen Missverständnissen (38 Prozent) bis hin zu Unterschieden bei der Gesetzeslage oder bei länderspezifischen Umständen (34 Prozent). Zu den Herausforderungen im Zusammenhang mit Soft Skills und Werten zählen laut Studienteilnehmer die von Kultur zu Kultur unterschiedlichen Arbeitsmethoden (30 Prozent), verschiedene Herangehensweisen an Probleme (28 Prozent) oder ein abweichendes Verständnis von Hierarchien (23 Prozent).
Fast 93 Prozent der Befragten konnten mindestens eine negative Folge nennen, mit der ihr Unternehmen aufgrund von Herausforderungen in der interkulturellen Kommunikation zu kämpfen hatte oder hat. Zu den folgenreichen Nachteilen zählen Lieferkettenstörungen (31 Prozent), gescheiterte Vertragsabschlüsse, finanzielle Verluste oder ungenutzte Geschäftschancen (26 Prozent).
88 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Zusammenarbeit mit Nachbarländern in Westeuropa und Nordamerika, sowie Ländern in Ozeanien als einfach empfinden. Hingegen gestaltet sich die Kommunikation mit Stakeholdern aus den süd- und osteuropäischen Ländern schwieriger (jeweils 80 Prozent und 77 Prozent).
Als Lösungsansätze für eine bessere interkulturelle Kommunikation nannten die Befragten Sprachkenntnisse (48 Prozent), das Wissen über andere Märkte und Kulturen (36 Prozent), sowie Flexibilität und Kreativität (32 Prozent). Zur Förderung besserer internationaler Zusammenarbeit setzten die Unternehmen vor allem auf Trainings (44 Prozent) und die Stärkung interpersoneller Beziehungen über Ländergrenzen hinweg (46 Prozent).
(bmw) 23.08.2024











