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Freitag, 14. August 2026
Territory Whitepaper: Virtuelle Profile versus echte Influencer
© Territory
Was ist echt und was nicht – laut Territory Agency schreitet der Einfluss von KI im Influencer-Marketing ungebremst fort. Seit Ende 2023 wächst die Zahl an KI-basierten Social-Media-Profilen. „Dieses Phänomen birgt viele Veränderungen für unsere tägliche Arbeit im Influencer Marketing und könnte nicht nur diese Branche disruptiv verändern“, heißt es.
Die Agentur hat sich mit den Chancen und Herausforderungen auseinandergesetzt und sechs Thesen in einem Whitepaper definiert:
#1 Virtuelle Profile: Virtuelle Profile werden nicht von echten zu unterscheiden sein und Content wird die sozialen Medien schwemmen. Durch die neue generative KI entstehen virtuelle Influencer 2.0. und jeden ist es möglich, ein virtuelles Profil zu gestalten und umzusetzen. Dies birgt Risiken, dass die virtuellen Influencer die User mit Falschinformationen beeinflussen.
#2 Kennzeichnungspflicht: KI-basierte Profile und Inhalte sollten laut Territory gekennzeichnet werden, um Transparenz und Vertrauen aufrechtzuerhalten.
#3 Neue Währung Authentizität: Authentizität und Glaubwürdigkeit wird neu gewichtet, dadurch werden sich auch die Silos der Influencer-Typen und deren Kategorisierung ändern. Denn virtuelle Profile können Markenclaims und Markenwelten eins zu eins wiedergeben. Dem gegenüber steht die individuelle Umsetzung der Content Creators. Laut Territory könnte sich das klassische Modell des User Generated Content sich verändern. Empfehlungen von persönlich bekannten Influencern könnte stärker gewichtet werden als die von unbekannten Profilen. Die Prognose ist, dass neue Einsatzgebiete für Influencer entstehen. Virtuelle Profile können beispielsweise für bestimmte Produktkategorien arbeiten, wenn das Ziel nicht eine Weiterempfehlung und die eigene Erfahrung mit Produkten ist.
#4 Pricing: Die Budgetplanung wird komplexer, das Entfallen vieler Kosten für virtuelle Profile steht der Authentizität und Glaubwürdigkeit der Content Creator gegenüber, sodass sich das Pricing ändern wird.
#5 Beauty: Virtuelle Profile können Beauty-Trends sofort adaptieren und umsetzen und so das Körpergefühl einer ganzen Generation Heranwachsender positiv und negativ beeinflussen. Entsprechend ist eine Kennzeichnungspflicht für den Einsatz von Filtern notwendig, denn die Vermittlung von Schönheitsidealen beinhalte auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Marken und Agenturen werden verstärkt in die Verantwortung gehen und realistische Körperbilder vermitteln oder diese als nicht realistisch kennzeichnen müssen.
#6 Community-Management: Durch (Social-)Bots wird sich Community-Management stark ändern und eine neue Dimension und Gewichtung bekommen. Denn der Charme des Community-Managements steht auf dem Prüfstand. Es wird sich zeigen, ob die klassische Kommentarfunktion noch zeitgemäß ist oder ob neue Wege der direkten menschlichen Kommunikation entstehen, wie beispielsweise Privat-Chats. Im Vorteil sind Social Bots, die schneller auf Produktfragen reagieren können. Hingegen erhält die zwischenmenschliche und authentische Kommunikation eine neue Qualität, sodass echtes Community-Management für die reallife Influencer immer wichtiger und zum neuen USP werden kann.
Das Resümee: KI und die Flut an neuen virtuellen Profilen werden nicht mehr aufzuhalten sein. Auswirkungen wird es bei den Influencer-Typen, Kooperationen, beim Bezahlmodell sowie in der Beziehung zwischen Influencer und Follower geben. Eine Kennzeichnungspflicht kann dem entgegenwirken. Virtuelle Profile werden ein Bestandteil des Influencer-Marketings werden und zu Budget-Splittungen und -Änderungen führen.
Jedoch wird es auch eine Renaissance zur Authentizität geben. Content Creators werden sich menschlicher zeigen, um sich von der Masse abzuheben. Von Mensch zu Mensch, Humanize Marketing, wird eine neue Rolle im Influencer-Marketing und USG (user generated content) spielen.
Zum Whitepaper Virtuelle vs. menschliche Influencer:innen
(bmw) 19.06.2024












