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Freitag, 14. August 2026

Studie: Online-Werbemarktanteil verdreifacht sich bis 2010


Der Online-Anteil am gesamten Netto-Werbemarkt in Deutschland wird im Jahr 2010 dreimal höher liegen als noch 2006. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie ‚Grid Media - die Zukunft der Medien’ des Frankfurter Media-Consultant-Unternehmens Timelabs.

Demnach werden sich in vier Jahren über 15 Prozent aller Netto-Werbeausgaben auf das Internet konzentrieren, im Gegensatz zu den rund 6 Prozent (inklusive Suchwortvermarktung) im Jahr 2006. Mit den „satten“ Zuwachsraten für das Internet-Geschäft steigen keineswegs die Gesamtwerbespendings. Vielmehr wird es nach der Studie zu erheblichen Strukturverschiebungen zwischen den einzelnen  Mediengattungen kommen. Diese gehen vor allem zu Lasten der Printtiitel, die laut Timelabs weitere elf Prozent Werbemarktanteile bis 2010 verlieren werden.

2010: Verlage müssen sich auf niedrigere Erlösniveaus einstellen

Besonders markant sei dabei die Tatsache, dass alle gedruckten Werbeträgermedien zusammengenommen (Zeitungen, Zeitschriften und Fachpresse) in 2006 geringere Online-Werbeumsätze (Online-Marktanteil von 16 Prozent) erzielt haben, als Google Deutschland mit seinem Geschäftsmodell der Suchwortvermarktung alleine (Online-Marktanteil von 31,5 Prozent). Bei einer zu erwartenden weiteren Verdrängung  reichweiten-orientierter durch erfolgsabhängige Werbung (wie sie Google & Co. propagieren) sei der Timelabs-Studie zufolge zu befürchten, dass sich die etablierten Verlage auf deutlich niedrigere Erlösniveaus einstellen müssen.

„Der Trendwende hin zu erfolgsorientierter und personalisierter Werbung stehen die Verlage bisweilen achselzuckend gegenüber. Wenn Verlage die Stärken Internet-basierter Werbung (Werbung ohne Streuverluste sowie Transparenz und Messbarkeit von Werbewirksamkeit) nicht zügig in ihr Angebotsportfolio integrieren, sehen sich Publisher nicht nur mit der Gefahr konfrontiert, gegenüber Google & Co. weiter an Marktanteilen im Online-Werbemarkt zu verlieren, sondern auch ihre Rolle als Leit-Werbeträgermedium insgesamt aufs Spiel zu setzen", sagt Timelabs-Geschäftsführer Marc Ziegler.

„Die Übertragung des Medienkonsums auf den digitalen Raum zerstört die gesamten Gesetzmäßigkeiten des Publishing-Geschäfts. Jetzt gilt es, Strategien zu entwickeln, wie den neuen Herausforderungen zu begegnen ist. Genau dazu liefert unsere Studie fundierte Anhaltspunkte", erläutert Isaac van Deelen, ebenfalls Timelabs- Geschäftsführer.

Die Studie wird Anfang März 2007 erscheinen und ist dann unter www.timelabs.de zu erwerben. Weitere Infos bei Timelabs Management Consulting, Fon 69/92020-30 oder eMail office@TIMElabs.de
 

 

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(bmw) 15.02.2007

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