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Freitag, 14. August 2026
‚OVK’-Report: 2,71 Milliarden Euro Online-Werbeumsätze im Jahr 2007
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Die Online-Werbung wächst weiter in einem atemberaubenden Tempo. Das ist das Fazit des ‚OVK-Reports’ des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., Düsseldorf. Demnach steigen die Werbeumsätze 2007 auf ein Gesamtvolumen von mindestens 2,71 Milliarden Euro.
Einzig die aktuellen Entwicklungen im medienpolitischen Bereich trüben die gute Stimmung der Branche. So sieht der Branchenverband im Ausbau der Online-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine drastische Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der Privatwirtschaft und fordert daher eine Reform des dualen Rundfunksystems.
Mit den frisch veröffentlichten Zahlen korrigieren die OVK-Experten ihre im Frühjahr getroffene Prognose um rund 180 Millionen Euro nach oben. Den größten Anteil können klassische Werbeformen wie Banner und andere grafische Werbeelemente mit 1,31 Milliarden Euro verbuchen. In die Suchwort-Vermarktung investieren Werbetreibende im laufenden Jahr voraussichtlich 1,19 Milliarden Euro, Affiliate-Netzwerke kommen auf 210 Millionen Euro. Der OVK-Vorsitzende Paul Mudter blickt zuversichtlich nach vorn: „Alle Vorzeichen deuten derzeit auf ein anhaltendes und überdurchschnittliches Wachstum der Branche."
Medienpolitische Rahmenbedingungen trüben gute Stimmung
Sorgen bereiten den Experten indes die medienpolitischen Rahmenbedingungen. So fürchtet BVDW-Präsident Arndt Groth angesichts des jüngsten Urteils des Bundesverfassungsgerichts (BVG) hinsichtlich der Festsetzung der Rundfunkgebühren, eine zunehmende Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der privatwirtschaftlichen Unternehmen: „Ich kann nur dringend davor warnen, das Urteil als Persilschein für den weiteren Ausbau der Online-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu verstehen. Schon das aktuelle Webangebot von ARD und ZDF geht in Art und Umfang über die erforderliche Grundversorgunghinaus", so Arndt Groth. Das gesamte duale Rundfunksystem gehöre vor diesem Hintergrund sowie der anstehenden EU-Fernsehrichtlinie auf den Prüfstand. „Es kann nicht sein, dass einerseits mit Gebührensubventionen die Angebote über den eigentlichen Bedarf hinaus ausgebaut werden und andererseits der Privatwirtschaft immense Kosten für die Speicherung von Verbindungsdaten aufgebürdet werden. Dieses Geld würden die Unternehmen viel lieber in die Weiterentwicklung ihrer Plattformen investieren - das ist eine massive Wettbewerbsverzerrung", kritisiert Arndt Groth.
Weitere Herausforderungen sieht der BVDW in den Bereichen Jugend- und Verbraucherschutz. Die hohen Anforderungen durch den deutschen Gesetzgeber sorgen auch hier nach Einschätzung der Experten für ein Ungleichgewicht im internationalen Vergleich. „Angesichts dieser Rahmenbedingungen kann es kaum verwundern, dass andere Länder wie England, die USA, Dänemark oder die Niederlande dem deutschen Markt noch deutlich voraus sind, was die
Online-Werbeinvestitionen pro Nutzer angeht", resümiert Paul Mudter.
Der ‚OVK-Report’ kann unter www.bvdw.org oder www.ovk.de kostenlos herunter geladen werden.
(bmw) 02.10.2007 | ![]() |













