Technik/Logistik

Mittwoch, 26. Juni 2019

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Dirk Kemmerer ist neuer CEO der BPG

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Standort Nürnberg wird geschlossen

Der Bertelsmann-Konzern in Gütersloh stellt sein weltweites Druckgeschäft organisatorisch und personell neu auf. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Druckunternehmen der Bertelsmann Printing Group (BPG) wird dabei deutlich intensiviert. Dazu werden unter anderem die Organisationsstrukturen vereinheitlicht und weitere Funktionen, beispielsweise IT oder Controlling, gebündelt. Der Konzern reagiert mit den Maßnahmen auf die seit langer Zeit rückläufige Entwicklung in der Branche.

Die Neuausrichtung der Drucksparte geht einher mit einem Wechsel an der Spitze der Bertelsmann Printing Group: Axel Hentrei, 60, CEO der Druckereigruppe, hat sich entschieden, nach fast 30 Jahren Betriebszugehörigkeit in den Ruhestand zu gehen. Seine Aufgabe übernimmt mit sofortiger Wirkung Dirk Kemmerer, 46, der seit Februar 2017 Mitglied im BPG-Board ist und dort als CEO die Geschäfte von Mohn Media und Digital Marketing verantwortet. Zukünftig besteht das BPG-Board aus drei Mitgliedern. Neben Dirk Kemmerer als CEO sind dies Ulrich Cordes, 51, und Niklas Darijtschuk, 47. Cordes bleibt CFO der Gruppe, Darijtschuk übernimmt zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben im Bereich Print International die neu geschaffene Rolle des Chief Operating Officers (COO).

Das Management hat zudem die Entscheidung getroffen, den Standort in Nürnberg zum 30. April 2021 zu schließen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die massiven Überkapazitäten im Tiefdruck deutlich zu reduzieren, um damit dem zunehmenden Preisverfall und den für die kommenden Jahre prognostizierten Verlusten im Geschäftsfeld Tiefdruck entgegenzuwirken. Von den Schließungsplänen sind etwa 670 Arbeitnehmer der Druckerei und der Klebebindung in Nürnberg betroffen, zudem etwa 250 Mitarbeiter, die über Leih- und Zeit- beziehungsweise Werkverträge beschäftigt sind.

Bertelsmann-Vorstandsvorsitzender Thomas Rabe: „Die Entscheidung, den Standort in Nürnberg in knapp zwei Jahren zu schließen, ist uns sehr schwer gefallen. Sie ist aufgrund der deutlichen Mengen- und Preisrückgänge im Jahr 2018 jedoch unumgänglich, um unser Druckgeschäft insgesamt zukunftsweisend aufzustellen. Wir sind uns unserer hohen Verantwortung für die betroffene Belegschaft in Nürnberg bewusst, werden zu allen Verpflichtungen stehen, die sich aus der Beschäftigungssicherung bis 2020 ergeben und den Sozialplan aus Konzernmitteln finanzieren. Mit dem Ziel, möglichst zeitnah einen Interessenausgleich zu verhandeln, werden wir jetzt umgehend das Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern suchen."

Die ebenfalls am Standort in Nürnberg ansässigen BPG-Tochterunternehmen RTV Media Group und die Agentur MBS sind von den Schließungsplänen nicht betroffen. Gleiches gilt für die Prinovis-Standorte in Ahrensburg und Dresden sowie für die Offsetdruckereien der Gruppe in Gütersloh (Mohn Media), in Pößneck (GGP Media) und in Würzburg (Vogel Druck).


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(bmw) 11.04.2019


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